Nach viel Suchen im Internet bin ich nun endlich auf eine Lösung gestoßen, wie man die Perfomance eines angemieteten Servers bei 1und1 / Strato usw. durch VMWare aufteilen kann.
Das Problem liegt nicht in der Installation eines VMWare Servers 2.0, sondern darin, wie das virtuelle Gast System mit einer eigenen IP Adresse angesprochen werden kann. Unter VMWare hat man die Möglichkeiten verschiedene Arten der Netzwerkanbindung auszuwählen. Um der virtuellen Maschinen nun eine öffentliche IP Adresse zuzuordnen ist es bei den meisten Providern leider nicht möglich den Modus auf Bridged Networking zu stellen. Da die Provider eine Überwachung der MAC Adressen durchführt und VMWare eine MAC Adresse für die virtuellen generiert, wird der Root Server vom Netzwerk getrennt, sobald das Gast System starten. Dann hilf leider auch nur noch ein Anruf beim Support des Providers, um das Netzwerkinterface an deren Switch wieder zu reaktivieren.
Zitat: ”
Dein Hinweis war auch bei mir die Lösung des Problems. Ich habe einen Rootserver mit Windows 2008 bei Serverloft/Server4You gemietet und wollte (bei 6 GB RAM eigentlich selbstverständlich) einen VMWare Server 2.0 für diverse Software aufsetzen. Da 4 IPs im Preis drin sind, dachte ich mir, kein Problem, zichmal gemacht: Virtuelle Maschine (VM) aufsetzen, Netzwerkkarte bridgen und zusätzliche IP-Adresse in VM eintragen. Naja, funktionierte nicht. Der Support erklärte mir dann, dass die zusätzlichen IPs Aliase auf die erste Haupt-IP sind und auf den Switches nur die MAC-Adresse der Netzwerkkarte des Hostservers eingetragen werden…
Ich beschreibe hier mal die Konfiguration mit Windows 2008 Server als Host und einem Windows XP/2003/2008 als Gast in einer VM. Linux-Host/Windows-Guest wird schon weiter oben beschrieben (IP-Tables, sollte aber auch über die VMX-Datei gehen, ebenso die Variante Windows-Host/Linux-Gast).
Die Lösung ist hier dann, wie von Stefan Popp oben beschrieben, der gebridgeten virtuellen Netzwerkkarte ( die mit einer der zusätzlichen IP-Adressen) die MAC-Adresse des Lan-Interfaces des Hostservers beizubringen.
Dazu existieren zwei Möglichkeiten:
1. Siehe oben: In der VM die Eigensschaften des LAN-Adapters (Nicht der LAN-Verbindung!) aufrufen und unter Erweitert->NetworkAddress die MAC-Adresse des Hostservers ohne Trennzeichen eintragen.
2. Anpassen der vmx-Datei im Verzeichnis der VM auf dem Hostserver. Die MAC-Adresse kann NICHT über die VMWare-GUIs eingetragen werden, da hier nicht-VMWare Einträge gefiltert werden. Empfehlenswert ist aber die Konfiguration einer manuelle MAC-Adresse und keiner vom Host generierten. Dieses also zunächst über die GUI einstellen und bei mehreren VMs auf dem Host zunächst UNTERSCHIEDLICHE Adressen aus dem VMWare-Bereich zu wählen.
Als nächstes die vmx-Datei mit einem Texteditor (PSPad, notepad,…) öffnen und folgende Zeilen, so vorhanden, auf die MAC-Adresse des Hostservers ändern:
ethernet0.generatedAddress = “00:40:d0:df:fe:7b”
ethernet0.address = “00:40:d0:df:fe:7b”
“00:40:d0:df:fe:7b” wäre hier die MAC-Adresse des Hostservers.
Sinnvoll ist es die VMs NICHT automatisch zu starten, denn wenn was schiefgeht, hat man sonst ein Problem (Siehe auch Anmerkung von Stefan).
Damit die Anzeige in den GUI-Tools von WMWare dann auch richtig ist, kann man die VM einmal aus dem Inventory entfernen (natürlich die Dateien auf der Platte NICHT löschen) und danach neu importieren. Wenn jetzt die Eigenschaften der LAN-Verbindung geöffnet werden wird dort auch die “neue” MAC-Adresse angezeigt. Aber, wie gesagt, hier KEINE Änderungen vornehmen.
Dieses Verfahren funktioniert nur für EINE VM!!! Mehrere VMs mit der gleichen Host-MAC-Adresse funktionieren NICHT. Es wird immer die zuerst gestartete verwendet. Doch auch hier existiert eine Lösung:
1. Eine VM, wie oben beschrieben, konfigurieren. Zusätzlich eine weitere virtuelle Netzwerkkarte mit NAT konfigurieren und dieser eine statische IP geben (Siehe VMWare Doku).
2. Alle weiteren VMs mit einer NAT-Verbindung konfigurieren. Als Standardgateway die IP-Adresse der NAT-Netzwerkkarte aus 1. konfigurieren! NICHT die von VMWare vorgegebene IP des Hostservers. DNS und WINS können aber weiterhin die NAT-Adresse des Hostservers benutzen. Wichtig ist ggf. das die Kommunikation der VMs untereinander über die NAT-Adressen und nicht über die externen Adressen läuft. Hier muss dann die hosts-Datei angepasst werden (Per DNS ist z.b. http://www.xyz.de auf eine externe reale IP-Adresse gemappt. Wenn aber http://www.xyz.de auf einer der VMs läuft, dann darf http://www.xyz.de im NAT-Netz nicht über die externe IP aufgelöst werden. Daher in der hosts-Datei 192.168.x.y auf http://www.xyz.de mappen).
3. Je nach Betriebssystem der VM, muss dort jetzt NAT für die weiteren VMs konfiguriert werden. Bei Windows 2003 in der VM z.B. über den RAS/Routing-Manager. Dort beim externen LAN-Adapter alle zusätzlichen IPs angeben, die konfiguriert worden sind. Kein Mapping externe IP auf interne IP aufsetzen. Hat bei mir nicht funktioniert. Für jede gewünschte externe IP/Port Kombination ein Mapping auf die gewünschte VM NAT-Adresse und den entsprechenden Port einzutragen. Bei Linuxen können hier die IP-Tables benutzt werden.
Ein Hinweis noch zur Anzeige 10 MBit. Das wurde aufgrund des von VMWare emulierten LAN-Adapters angezeigt. Tatsächlich war die Geschwindigkeit immer sehr viel höher. In VMWare Server 2.0 hat man daher auch eine Gigabit-Adapter…
Just my 2 cents,
Jan”